Skifahren, das war damals noch harte Arbeit!

Wie gestern versprochen, kommt nun die Fortsetzung meiner Pistenerlebnisse als Kind.

Wir waren mit unserem Vater im Winter immer unterwegs auf den Pisten des Nordschwarzwaldes. Das Bild zeigt mich mit etwa zehn oder elf Jahren. Da konnte ich schon ganz gut Skifahren. Die Ausrüstung war aus heutiger Sicht doch noch recht einfach. Wenn man das ganze heute betrachtet, wirkt es primitiv.

Wir waren aber happy, wenn wir Skifahren durften. Mit den Naturfreunden waren wir auch öfter zu Skifreizeiten auf Hütten in den Bergen. Auch dort war es noch nicht üblich, mit dem Lift den Berg hinauf zu fahren. Wir sind stundenlang den Berg hinauf gelaufen. Das Gepäck wurde von einem Pferdeschlitten transportiert. Auf den Hütten war meist Selbstverpflegung, so dass auch die Lebensmittel mit transportiert werden mussten.

Trotzdem sind das mit die schönsten Erinnerungen, die ich an das Skifahren haben. Sicher war das für uns Kinder schöner als für die Erwachsenen. Die Väter standen morgens zuerst auf und haben mit den Skiern den Neuschnee festgetrampelt, Pistenwalzen gab es nicht. Die Mütter mussten natürlich fürs Futter sorgen. Nach dem Skifahren gab es keine Sauna oder Schwimmbad zum Aufwärmen. Allerdings gab es Apres Ski, auch wenn es damals noch nicht so hieß. Jemand hatte immer eine Quetschkomode oder eine Klampfe dabei und dann wurde gesungen oder Spiele gemacht.

Ich erinnere mich gerne an die Zeit. Es war alles noch gemütlicher und nicht hektisch wie ich es später erlebt habe. Aber vielleicht wird im Nachhinein auch vieles verklärt, was man in der Kindheit erlebt hat.

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