Schnee: Als es noch keine Lifte gab…

Die letzten Tage waren voll von Nachrichten und Sondersendungen über das Schneechaos. Das ist schlimm, vor allem für diejenigen, die dabei zu Schaden gekommen sind.

Allerdings kann ich mich noch an die Zeit erinnern, als das ganz normal war, dass es tagelang geschneit hat und wir kaum vor die Tür konnten. Der Schneepflug bestand aus einem alten Ackergaul, der ein Holzteil zog, das aussah wie ein Boot mit flachem Boden. Wir Kinder waren natürlich happy, wenn es schneite. Zumal wir in der Nachbarschaft einen kleinen Weg hatten, der den Hügel hinaufführte. Dort hat sich nachmittags die ganze Kinderschar der Nachbarschaft versammelt und jeder hatte seinen Schlitten dabei. Da wurde gerodelt, bis es dämmerte.

Es war für uns Kinder das Paradies, denn wir mussten nicht darauf achten, ob ein Auto kam und die Straße wurde auch nicht gestreut. Allerdings war der Besitzer des Hauses, das auf dem Hügel stand, nicht immer sehr erfreut, wenn der Weg zu seinem Haus durch die Schlittenbahn recht glatt war.

Meine Geschwister und ich haben von unseren Eltern Ski bekommen, da sie selbst begeisterte Skifahrer waren. Ich bekam meine ersten Ski mit fünf. Wir lernten das Skifahren von unserem Vater, der auch bei der Bergwacht war. Dadurch waren wir viel im Umkreis unterwegs, um Ski zu fahren. Wenn unser Vater Dienst an den Skipisten hatte, waren wir natürlich dabei und konnten den ganzen Tag über die Hänge sausen. Die waren damals noch nicht überfüllt und man musste am Lift auch nicht warten – es gab nämlich noch keinen. Die kamen erst in den Sechziger Jahren überall an die Pisten. Von da an war das Skifahren leichter.

Aber davon erzähle ich ein anderes Mal

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