Kindergarten: Ich wäre lieber zu Hause geblieben!

Papali hat nicht nur eine sehr individuelle Schul- und auch Berufskarriere. Auch seine Zeit im Kindergarten idealisiert er nicht so, wie das vielleicht manche tun. Er sagt ganz offen und ehrlich: Ich wäre lieber zu Hause geblieben. Warum und wieso erzählt er uns heute hier in diesem Gastbeitrag: 

Die ersten Jahre meiner Kindheit waren das Idealbild einer Kindheit. Ich wuchs im Rahmen eines liebevollen Familienbundes auf. Meine Eltern wohnten in einer Wohnung bei meinen Großeltern, die einen Familienbetrieb führten. Die ersten Jahre meines Lebens verbrachte ich auf der Betriebsfläche des Familienbetriebs und ich habe die Zeit wunderschön in Erinnerung. Ich war frei, konnte überall herumtoben und neben der Mutter waren beide Großeltern und eine Tante vor Ort, die sich alle um uns kümmerten. Mittags wurde in einem kleinen Haus, das der Mittelpunkt des Geländes war, gekocht und alle gingen dort essen. Besondere Tage waren für mich, wenn dort neue Ware produziert wurde und ich ein wenig mithelfen durfte.

Der erste große Einschnitt in meiner Kindheit war, als ich in den Kindergarten musste und diesen Arbeitsalltag nicht mehr miterleben konnte. Ich kam vom Kindergarten zurück, wusste, dass heute wieder produziert wird – und was war? Alles war schon erledigt. Und ich war bitter enttäuscht.

Sprachprobleme im Kindergarten

Im Kindergarten hatte ich es nicht so einfach, weil ich bis zur Einschulung Sprachprobleme hatte und man mich nur im Familienverbund verstanden hat. Enge Freunde hatten kein Problem, mit mir zu kommunizieren und bei ihnen fühlte ich mich auch angenommen. Doch meine Kindergärtnerin, die mich verstanden hat, weil sie selbst eine Tochter mit Sprachprobleme hatte, wollte mich in einen Kindergarten für Kinder mit Sprachproblemen schicken. Meine Eltern sind mit mir dann umgezogen, um diesen Weg zu umgehen und erst zur Einschulung hat es mit dem Sprechen bei mir geklappt. Davor gabs noch einige Jahre Sprachunterricht und einen kompletten Krankenhaustag in München um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist mit mir.

Den Kindergarten selbst habe ich ansonsten gut in Erinnerung, obwohl ich am liebsten zu Hause war. So war es bei meinem Vater schon, der auch am liebsten alleine zu Hause seinen Hobbys nachging. Außerdem habe ich die frühe Kindheit inmitten meiner Familie wohl so positiv in Erinnerung gehabt, dass ich diese Situation gerne auch weiterhin gehabt hätte. Ich habe lieber Playmobil gespielt oder den Tag bei der Großmutter verbracht, als in den Kindergarten zu gehen. So war es später mit der Schule und so ist es auch heute noch.

 

Auch Mamali und Omali haben bereits ihre Erfahrungen mit dem Kindergarten niedergeschrieben:

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Kindergarten? Seid ihr gerne gegangen oder wolltet ihr auch lieber zu Hause bleiben?

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