Kindergarten: Aller Anfang ist schwer

Heute beginne ich mit einem Geständnis: Ich habe mich im letzten Jahr sehr auf den Jahresanfang gefreut, denn: Meine Kinder kamen in den Kindergarten! Das klingt erstmal böse, so als wolle ich meine Kinder loswerden. Aber die 3 Jahre davor waren schon recht anstrengend, da zum einen die Rumpelwichtin nicht das einfachste Baby der Welt war. Und zum anderen kam nach anderthalb Jahren schon das zweite. Das erste Lebensjahr des Maikäferle empfand ich als sehr anstrengend, wobei das gar nicht so sehr am Sonnenscheinbaby Maikäferle lag, sondern einfach der Tatsache geschuldet war, dass ich 2 Kinder unter 2 Jahren hatte und dazu mein Mann noch wöchentlich nach München gependelt ist. Ich war also sehr viel allein mit Kleinkind und Baby.

Endlich Kindergarten!

Nun wurde die Rumpelwichtin zum Jahreswechsel 2016/2017 drei Jahre alt und das Maikäferle war anderthalb. Die Große durfte somit in den Kindergarten und bei der Kleinen hatten wir das Glück, einen Krippenplatz ergattern zu können. Vor allem bei der Großen hatte ich ein wenig Bauchschmerzen, ob sie in der neuen Situation wirklich glücklich sein wird, denn sie ist ein Kind, das Gewohntes braucht. Feste Regeln und ein stabiler Rahmen helfen ihr dabei, sich zurechtzufinden. Mit Veränderungen kann sie schlecht umgehen.

Ich sollte recht behalten. Es dauerte ganze drei Monate, bis man sagen konnte, dass sie wirklich gerne in den Kindergarten geht. Sie weinte morgens bitterlich und sagte mir immer, dass sie nicht gehen wolle. Mir zerbrach es das Herz, wenn ich sie mittags abholen kam und sie auf einem Stein saß und auf mich wartete, anstatt wie die anderen Kinder im Hof herumzutollen. Lange habe ich mich gefragt, ob sie sich in die Gemeinschaft einfinden wird.

Schlußendlich ist sie angekommen. Ich denke, sie spuckt auch jetzt – ein Jahr nach dem Eintritt in den Kindergarten – immer noch keine großen Töne und sie wird – wie ich es auch nie war – nie eine Wortführerin sein. Aber sie geht mittlerweile gerne und hat Freunde gefunden. Interessanterweise hat sie sich mit Kindern angefreundet, die kleiner/jünger sind als sie, die sie ein wenig bemuttern kann und auch mit zwei Mädchen aus einer Flüchtlingsfamilie spielt sie sehr viel. Auch wenn die beiden sehr wenig Deutsch verstehen. Ich denke, dass die Rumpelwichtin sich mit ihnen mit Händen und Füßen verständigt.

Von der Krippe in den Kindergarten

Bild: Pixabay FeeLoona

Das Maikäferle hatte auch nicht den allerleichtesten Start, auch wenn das mehr daran lag, dass sie leider immer wieder krank wurde und sich dadurch alles sehr nach hinten zog und wir doch dann auch fast 2 Monate für die Eingewöhnung gebraucht haben. Insgesamt tut sie sich aber leichter, Mama und Papa loszulassen und sich irgendwo Neues einzufinden. Bei ihr ist es nun eher so, dass sie derzeit keine große Lust auf den Kindergarten hat. Oder um genauer zu sein: Auf die Krippe. Denn sie ist mittlerweile die Älteste. Ihre Freunde haben alle schon die Ü3-Gruppen gewechselt und sie kann nicht so viel mit den Kleinen anfangen. Es ist eben doch ein Unterschied, ob man anderthalb oder drei Jahre alt ist und das Maikäferle langweilt sich ein bisschen.

Daher soll sie nun auch einen Monat früher in die Gruppe der Großen wechseln. Erste Schnupperstunden durfte sie schon dort verbringen und es hat ihr sehr gefallen. Im März fängt dann die Umgewöhnung an und nach Ostern ist sie dann ein großes Kindergartenkind. Ich bin sehr gespannt, wie es ihr dann gefallen wird.

Wie die Mutter, so die Tochter…

Auch ich habe mich mit dem Kindergarten anfangs nicht leicht getan. Im Sommer habe ich meine alte Erzieherin wieder getroffen und die erzählte mir wieder, dass ich so geweint habe, als meine Mutter mich morgens immer abgegeben hat. Aber kaum war sie außer Sichtweite, habe ich mich bestens amüsiert. Ich selbst habe die Kindergartenzeit auch nicht als schlimme Zeit in Erinnerung. Ganz anders als Papali, der immer ungern in den Kindergarten ging. Er war eben schon immer ein Einzelgänger…

 

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