Das Strick-Gen hat eine Generation übersprungen

Wie Mamali berichtete, war sie neulich bei so einer Strick Action in Frankfurt. Ihr liegt das sehr am Herzen und sie macht auch wirklich tolle Sachen. Zum Beispiel strickt und häkelt sie Obst und Gemüse für den Kaufladen ihrer Mädchen. Oder Socken, die allseits gerne getragen werden. Oder Mützen und noch so einiges.

Mit Socken fing alles an bei Mamali – und auch ihre Oma strickte am liebsten Socken.

Von mir hat sie das nicht. Das hat sie von ihrer Oma. Das Strick-Gen hat da wohl eine Generation übersprungen. Ich habe zwar auch eine Zeit lang Socken gestrickt, aber die konnte man nur als Bettsocken anziehen, so schlabbrig waren die. Meine Mutter hat noch bis ins hohe Alter Socken gestrickt und zwar blind. Das heißt nicht, dass sie blind war, sondern beim Stricken ferngesehen hat. Zum Schluss waren jedoch ihre Hände nicht mehr gelenkig genug und sie hatte Schmerzen beim Stricken.

Es ist ja nicht so, dass Mamalie das Stricken von ihrer Oma gelernt hat, sondern sie hat es sich mehr oder weniger selbst beigebracht, was natürlich Respekt verdient. In der Schule hat sie in dieser Richtung keine Unterweisung bekommen, denn das ist ja heute nicht mehr modern. In einem Gymnasium werden solch profane Dinge sowieso übergangen.

Sie hat einfach ein Talent dafür und auch die nötige Geduld und Leidenschaft. Ich bewundere sie dafür. Auch dafür, dass sie trotz zwei kleiner Kinder, Mann, Haushalt und Beruf sich diese Freiräume schaffen kann.

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