Die Krux mit der Wäsche

Es gibt so Sätze aus der Kindheit, die ich früher nie verstanden habe, aber heute als Mutter einen Sinn ergeben. Zum Beispiel hat meine Mutter zu meinem Teenager-Ich öfter gesagt, man könne ein T-Shirt auch mal zwei Tage lang tragen, wenn es nicht dreckig ist. Habe ich nie verstanden, denn ich musste das Ding ja auch nicht waschen.

Jetzt, da ich die Wäsche selber mache für einen Vier-Personen-Haushalt, und vor allem, da ich zwei Kleinkinder habe, bei denen selten ein Kleidungsstück am Abend noch so sauber ist, dass es nicht im Wäschekorb landet – und ich bin, was Flecken angeht, wirklich seeeeehr schmerzbefreit geworden – da kann ich nachfühlen, was meine Mutter damals meinte.

Oder warum sie sich immer so aufgeregt hat, wenn ich die frisch gewaschene, gebügelte Wäsche nicht ordentlich in meinen Kleiderschrank geräumt habe, sondern sie irgendwo in meinem Zimmer auf den Boden gepfeffert habe. An dieser Stelle: Es tut mir leid, Mama! Einen Trost wird sie sicher haben: Ich werde mal zwei Teenager-Töchter haben, die ihre Klamotten lieber auf dem Boden stapeln als in ihrem Schrank. Es rächt sich alles…

Bei großer Wäsche nutze ich auch gerne mal die Wäschespinne meiner Eltern - inkklusive Zusammenlegservice von Opali. ;-)

Bei großer Wäsche nutze ich auch gerne mal die Wäschespinne meiner Eltern – inkklusive Zusammenlegservice von Opali. 😉

Dabei mache ich es mir im Gegensatz zu anderen echt einfach: Ich bügle zum Beispiel nicht. Nichts. Außer wir gehen einnmal im Schaltjahr auf eine Hochzeit oder Beerdigung. Dann bügle ich mal was. Ansonsten sind mein Bügeleisen und Brett sehr vernachlässigte Stiefkinder. Meine Wäsche wird sortiert nach schwarz, bunt und 60°. Alles, was diese Sortierung nicht überlebt, hat Pech und fliegt raus. Und ich habe einen Trockner. Selbes Spiel: Was den Trockner nicht mag, ist bei mir nicht willkommen.

Dennoch wasche ich täglich eine bis zwei Maschinen, die nachher zusammen gelegt werden wollen. Ich mag mir gar nicht aumalen, wie das ist, wenn man Wäsche waschen (und trocknen und bügeln) wirklich ernsthaft betreibt – wie meine Mutter früher, die sogar Bettwäsche gebügelt hat oder Handtücher! Ich bin hier eindeutig für mehr Minimalismus!

 

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