Wie bei Hempels unterm Sofa

Wie bei Hempels… So sah es bei mir oft aus, als die Kinder noch klein waren, denn ich bin mit dem Aufräumen und Putzen oft nicht hinterher gekommen. Wohl auch deshalb, weil ich dachte, dass es wichtiger sei, meinem Kind vor dem Schlafengehen etwas vorzulesen, als den Abwasch zu machen. Oder mit meinen Kindern spazieren zu gehen, als zu putzen. Vor allem, wenn man auch noch berufstätig ist, kann man nicht in allem perfekt sein. Muss man auch nicht. Es ist noch keiner an Staub erstickt und man kann ein Shirt auch ungebügelt anziehen.

Küchenchaos

Nicht nur in der Spielzeugküche herrscht(e) Chaos, als Omali selbst noch kleine Kinder hatte.

Es war zu meiner Zeit mit kleinen Kindern auch noch nicht selbstverständlich Trockner und Spülmaschine zu haben. Das kam erst nach und nach. Denn es war bei vielen jungen Familien auch eine Frage des Einkommens, ob man sich so etwas leisten konnte. Deshalb habe auch ich gearbeitet. Mein Glück war, dass meine Eltern für die Kinder da waren und ich sie dort gut betreut wusste.

Am Nachmittag waren wir dann wieder zusammen zuhause und ich konnte mich dem Haushalt widmen, wenn nicht jemand mit mir spielen wollte oder ein Arzttermin wahrzunehmen war. Später waren Hausaufgaben zu beaufsichtigen oder Begleitung zu Judo- oder Fußballtraining erforderlich.

Um ehrlich zu sein, habe ich mich auch gerne von den schnöden Haushaltsarbeiten abhalten lassen. Ich bin kein Putzteufel und blütenweiße Wäsche war noch nie mein Ehrgeiz. Trotzdem sind die Kinder und wir nicht verwahrlost. Es wurde gemacht, was notwendig war und ich finde das genügt. Was nützt mir eine blitzblanke Wohnung, wenn ich dann zu müde bin, um mich entspannt meinen Kindern zu widmen.

Und dann der Spruch: Da ist es so sauber, man kann vom Boden essen.
Muss man bei uns nicht – wir haben Geschirr.

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