Mal so richtig schön gepflegt krank sein – das wärs!

Angefangen hat der Mann. Er hatte Halsschmerzen, hustete rum und fühlte sich einfach krank. Er fuhr trotzdem nach München, weil er zwei wichtige Termine hatte. Aber da war es schon zu spät: Kurz darauf fühlte ich mich auch krank und wünschte mir den Mann zurück. Die Rumpewichtin legte nach und schon waren wir zu dritt. Nur die Kleine hielt lange durch, aber früher oder später erwischte sie es auch –  ist ja auch nicht anders möglich, wenn einem dauernd was vorgehustet und gerotzelt wird. Der Mann kam früher als geplant aus München zurück und so hatten wir Hause ein richtig schönes Krankenlager.

 

 

krankenlagerIn diesen Tagen wurde mir klar, was es heißt, als Mama krank zu sein. Natürlich hatte ich vorher auch schon mal eine Erkältung. Aber so ein richtig fieser grippaler Infekt mit Fieber und richtigem Unwohlsein, das hatten wir bisher nicht. Da wünschte ich mich kurzzeitig zurück in kinderlose Zeiten. Denn da hätte ich mich einfach mit Essen, Tee und schlechten Filmen auf die Couch verzogen und mich selbst bemitleidet.

Stattdessen habe ich Kinder bekuschelt, Lieblingsessen gemacht, Nasen eingecremt, Inhalationsgeräte in Gang gesetzt und und und… Und dazu noch einen kranken Mann versorgt. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass mein Mann nicht zur Sorte „Männergrippe!!! Ich sterbeeee!!!“ gehört, sondern eher zu der Sorte, den man selbst mit 40 Fieber ins Bett prügeln muss. Was mindestens genauso anstrengend ist wie die Männergrippler.

Wieder einmal haben uns meine Eltern bestens versorgt, waren für uns einkaufen und haben uns auch mal Essen gekocht. Das Ende vom Lied war leider, dass Omali auch bald flach lag. So langsam befinden wir uns alle auf dem Weg der Besserung. Die Schniefnasen laufen noch ein bisschen und wir husten uns nachts noch gegenseitig wach. Aber zumindest das Fieber ist weg und auch die elenden Gliederschmerzen.

Etwas Gutes hat es ja, als Mama krank zu sein: Es war immer jemand zum Kuscheln da!

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