Ferien auf dem Bauernhof

Ferien auf dem Bauernhof 001Ja das will ich mit meinen Enkeln unbedingt einmal machen. Denn nichts begeistert Kinder mehr als Tiere, die man auch anfassen und streicheln kann, vielleicht sogar füttern darf. Auf einem Pony zu reiten ist natürlich das Größte, außer man darf auf einem Heuwagen mitfahren, noch besser vorne auf dem Traktor. Jeden Morgen frische Milch (Danke, für mich bitte nicht) und frische Eier, womöglich noch eigenen Käse und selbst gepresster Apfelsaft.

Ich wurde wieder daran erinnert, als ich ein Bild aus dem Urlaub meiner Enkel bekam. Die Rumpelwichtin selig lächelnd mit Helm auf dem Rücken eines Ponys. Papa führt das Tier an einer Leine am Halfter. Das hat ihr sicher gefallen und ich bin gespannt, was sie zu erzählen hat. Vor allem, weil sie mit Opa immer schon gerne zu den „Berd“ (Pferden) ging. Das war vor fast einem Jahr, als sie hierherzogen. Die beiden waren jeden Nachmittag unterwegs hinter unserem Haus über die Wiesen bis zum Waldrand, wo der Reitstall liegt. Leider darf man diese Pferde nur ansehen, nicht anfassen oder füttern. Es sind Turnierpferde, die dort trainiert werden, also ist streicheln nicht gern gesehen. Das war ihr dann mit der Zeit bestimmt zu langweilig und wenn Opa ihr vorschlug zu den Pferden zu gehen antwortete sie: Rumpelwichtin faul.

Wir nahmen sie dann mal mit auf einen Bauernhof eines Bekannten, der als Nebenerwebsbauer Rinder, Schweine, Hühner und Hasen hat. Da durfte sie dann mit Opa in den Stall und alles ansehen. Die Schweine grunzten sie an und sie ahmte sie nach und grunzte zurück.

Ich war mit meinen Kindern auch einmal auf einem Bauernhof im Allgäu. Sie waren 7 und 2 Jahre alt. Der Große hat mit Begeisterung die Kälbchen gefüttert und gestreichelt und ist mit dem Heuwagen gefahren. Er sah dort zum ersten Mal einen Storch fliegen. Der flog so tief auf den See zu, dass man ihn ganz genau sehen konnte. Die Kleine hat lieber die Katzen und Hasen gestreichelt. Die Katzen nahmen nach einiger Zeit Reisaus, wahrscheinlich waren ihnen die vielen Streicheleinheiten und das Geknuddel zu viel. Am Abend sind wir oft mit dem Pony am Waldrand spazieren gegangen. Die beiden Kinder auf dem Rücken des gemütlichen Tieres und ich führte es. Da tauchten ein paar Rehe in der Dämmerung am Waldrand auf. Wir blieben stehen und sahen ihnen aus einiger Entfernung zu, wie sie frasen. Ein ganz besonderer Moment.

Wenn das Maikäferle sicher laufen kann, vielleicht im nächsten Jahr im Sommer, werden wir vielleicht mit ihnen auf einem Bauernhof ein paar Tage Urlaub machen. Darauf freue ich mich schon.

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