Was meine Uroma noch wusste: Zieh e Laible o!

Großeltern – sofern sie vor Ort sind und sich in die Erziehung einmischen –  haben oft mehr oder weniger kluge Ratschläge auf Lager. Ich selbst bin im großen Familienkreis aufgewachsen und hatte sogar das Glück, noch zwei meiner Urgroßmütter miterleben zu dürfen.

Eine davon war auch immer mal wieder Babysitter für uns Kinder und bei ihr herrschte ein striktes Regiment. Zimperlichkeiten gab es keine und einen guten Ratschlag hatte sie auch immer parat. Was noch heute ein geflügeltes Wort in meiner Familie ist: „Zieh e Laible o!“ – Auf Deutsch so viel wie: „Zieh dir doch bitte ein Unterhemd an!“ und wenn man dies verweigerte, dann kam gleich ein: „Du wirsch säh, was du no kriegsch!“ – also in etwa:“Dann wundere dich aber bitte nicht, wenn du krank wirst.“

Noch immer schmunzeln wir darüber und vor allem in meiner Teenager-Zeit, als ich quasi nur bauchfrei rumrannte, hielt ich diese Ratschläge für sehr überflüssig. Heute aber, mit zunehmendem Alter und der einen oder anderen miterlebten Blasenentzündung, finde ich das gar nicht mehr so blöd. Vielleicht ziehe ich mir doch auch irgendwann mal ein Laible o…

Hatten eure Großeltern auch gute Ratschläge auf Lager?

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